Verkehrsfreie Flächen im Quartier?

So wird das "Leuchtturmprojekt" beworben...ein kritischer Blick...

Matulusgarten - Sicht in den Innenbereich

Auf Seite 12 des Werbeprospekts heißt es zu den Stellplätzen, dass oberirdisch 54 davon entstehen sollen.

Der Plan auf Seite 8 und 9 lässt erkennen, dass sechs dieser Stellplätze senkrecht zur Matulusstraße angelegt werden.

Bleiben 48 Stellplätze, die irgendwo auf dem Gelände des “Leuchtturmprojektes” untergebracht werden müssen.

Laut § 4 (1) GaStellV gibt es, siehe Verordnung oben über Link, gewisse Voraussetzungen zur Größe und damit dem Flächenbedarf von Stellplätzen.

Wird ein Stellplatz senkrecht zur Fahrgasse gebaut muss dieser demnach mindestens 2,30 m breit und mindestens 5,00 m tief sein.

Pro Stellplatz ergeben sich somit 11,5 m² Flächenverbrauch.

Mal 48 Stellplätze, ergibt dann, nur für die Stellplätze, 552 m².

Damit ist es aber nicht getan. Es braucht ja schließlich noch sogenannte “Fahrgassen”, um den rollenden Verkehr im “Leuchtturmprojekt” auch zu seinem Ziel mitten im Innenhof zu bringen.

Fahrgassen müssen bei der genannten, senkrechten Anordnung der Stellflächen mindestens 6,50 m breit sein.

Die laufenden Meter bei 48 Stellplätzen mal 2,30 Breite ergeben somit 110,4 m.

Um die 48 Stellplätze mitten im Innenraum des “Leuchtturmprojektes” anfahren zu können, braucht es also allein vor den Stellplätzen weitere versiegelte Flächen von mindestens 717,60 m².

Mindestens deshalb, weil hier Kurvenradienbereiche nicht eingerechnet sind.

Netto, also nur die unmittelbare versiegelten Flächen, die Rasengittersteine auf den Stellflächen sind nur ein “Placebo”, denn darunter ist versiegelt, benötigen also mindestens 1269,60 m². Rechnet man noch 15 % geschätzte Kurvenradien dazu, werden ca. 1460 m², wie gesagt im Innenbereich des “Leuchtturmprojektes”, für des Deutschen liebstes Kind, das Auto verwendet.

Bei einer “Leuchtturmprojekt”-Gesamtfläche von lt. Werbeprospekt Seite 3 von 12967 m² werden also grob 11,26 % aus Verkehrsleitungsgründen schlicht versiegelt. 

Rechnet man dann noch befestigte Fahrwege aus Forderungen des vorbeugenden Brandschutzes, wird innerhalb des gesamten “Leuchtturmprojektes” nur mehr ein geringer Teil an echtem Grün vorhanden sein….

…wenn wir Bürgerinnen und Bürger das nicht stoppen!

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