Bürgerentscheide in Freilassing

Die Heimatzeitung blickt auf bisherige Bürgerentscheide zurück - Folge 1 - Industriegebiet Süd

Ein Lob an die Redaktion unserer Heimatzeitung. Lang dachte man, der Bürgerentscheid wäre für den Freilassinger Anzeiger kein Thema. 

Nun aber kommt man mit einer Klein-Serie an Berichten an – Thema: Bürgerentscheide in Freilassing.

Sind in Freilassing ein Haufen Gallier zu Hause oder läuft irgendetwas schief...in der Freilassinger Politik?

Dreimal im Fünf-Jahres-Turnus, dann verkürzt auf einen Drei-Jahres-Turnus….

Freilassing ist wohl eine Kommune wie man sie in Hinblick auf die von der Stadtverwaltung mitsamt Stadtrat provozierten Bürgerentscheide nicht so schnell ein zweites Mal findet. 

Hochgerechnet auf einundzwanzig Jahre Regierungszeit hat es der Ex-Bürgermeister im Schnitt also alle 4,2 Jahre geschafft, seine Bürger so dermaßen zu verprellen, dass sie es nicht mehr hingenommen haben. 

Auch der Matulusgarten-Entscheid ist noch ein Erbe des Ex-Bürgermeisters, wobei sein Nachfolger allein schon begründet aus seiner beruflichen Herkunft aus der eigenen Verwaltung gar nicht daran denken wird, hier noch die Reißleine zu ziehen. 

Man wird es am 19.07.2020 am frühen Abend sehen, wie sich die Bürgerinnen und Bürger von Freilassing dieses Mal entscheiden.

Für Ersatzbebauung auf den bereits bebauten Flächen.

Mittelbar mit einem Nein zum Matulusgarten zu weiterer Entwicklung auf dem innerstädtischen Maisacker.

Wir werden sehen….

Matulusgarten – Freilassinger zuerst…

Matulusgarten - Freilassinger zuerst - RTgB vom 03.07.2020

Freilassinger zuerst - wie geht das?

Es wäre ja ganz einfach sicherzustellen. Mitarbeiter zuerst. Wie schon mehrfach angesprochen wäre es ganz einfach und ganz schnell zu regeln – aber halt ohne Millionengewinne. Die wohl Noch-Eigentümer behalten das Grundstück, bauen auf den bereits genutzten Flächen Ersatzbauten als Mitarbeiterwohnungen. Gibt sehr gutes Fördergeld dafür was wiederum sehr günstige Mitarbeiterwohnungen ergeben würde.

Vorteil: Es könnte auch baurechtlich sehr schnell erstellt werden, es wäre die Linie des Bürgerbegehrens welches man dadurch erledigen könnte, und beides, nämlich Belastung wie Gewinn blieben praktisch in bürgerlicher Hand.

Nachteil: Leider kein Millionengewinn für Wenige.

Ein Placebo für Freilassinger Wähler - oder anders gesagt: Opium für das Volk?

Es ist schon ein sehr interessanter Vorschlag der hier auf den Tisch kommt. Was aus diesem Angebot aber nicht hervorgeht ist, ob denn die Preise dann auch auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Freilassinger Bürgerinnen und Bürger abgestimmt wird.

Wie funktioniert in der Regel ein Vorkaufsrecht?

Ein “Vorkaufsrecht” für Freilassinger würde nichts anderes bedeuten als die Wohnungen als erster angeboten zu bekommen.

Ist doch auf den ersten Blick super – oder?

Wo könnte der Hasenfuß sein? Liegt der vielleicht darin begraben, dass der Angebotspreis sich um keinen Cent ändert? Könnte es sein, dass deshalb wegen der unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungskraft (u.a. 13. und 14. Monatsgehalt, deutlich höhere Renten) wieder zwingend das meiste nach Salzburg verkauft wird?

In eine Stadt, wo laut Presseberichten mehrere tausend Wohnungen leer stehen?

Dieses Angebot kann also mehr sein. Ein trojanisches Pferd. Opium für das Volk. Ein Placebo.

Der gesunde Menschenverstand wird es herausfinden.

Freilassinger Anzeiger: ein “Leuchtturmprojekt” für die Stadt…

...leistbarer Wohnraum für Freilassing?

Informationen über den „Son­nengarten Limberg” kann man im Internet einholen. Dort ist von ,,leistbaren Wohnungen” die Re­de. Also gut für Freilassing? Was ist „leistbar”? Eine 38 Quadratmeter große Einzimmerwohnung im “Sonnengarten Limberg” wird auf der Internetseite für 149 500 Euro angeboten. Und eine 72 Qua­dratmeter große Zweizimmer­wohnung kostet 306 500 Euro.

"Matulusgarten" - Bürgerbegehren - schneller Wohnbau, leistbarer Wohnbau

Im Stile einer Dauerschleife wird von den Investoren immer wieder das “Argument” leistbarer Wohnraum genannt. Dem obigen Textauszug kann man entnehmen, was die Investoren darunter verstehen. 

Der Quadratmeterpreis der 38 m² großen EIN-Zimmerwohnung lag bei 3934 Euro, bei der 72 m² großen ZWEI-Zimmerwohnung lag dieser schon bei 4256 Euro. Wohlgemerkt waren das die Preis von 2018.

Krankenpfleger, Polizistinnen, Kindergärtner und Verkäuferinnen....

Dieses “Klientel” wird seitens der Investoren angesprochen über die Möglichkeit, einkommensorientiert “geförderte” Mietwohnungen zu bekommen.

Gefördert heißt, dass der Investor/Vermieter keinen Abstrich zu seinem kalkulierten Mietpreis machen muss, die Differenz zwischen erhobener und eigentlicher Miethöhe übernimmt halt der Steuerzahler.

Schnell und ohne großes Bauverfahren?

Das Bürgerbegehren hat von Anfang an gesagt, dass auf den vorhandenen, bereits bebauten Flächen jederzeit und sehr schnell und deshalb auch sehr kostengünstig zeitgemäßer und auch tatsächlich günstiger Wohnraum z.B. auch als Betriebswohnungen der Kliniken AG erstellt werden können. 

Dies wäre insbesondere baurechtlich  binnen kürzester Zeit machbar. Und, es wären wohl wesentlich mehr Wohnungen für das o.g. Klientel realisierbar als nach dem bisherigen “Leuchtturmprojekt” geplant sind.

Ein "Leuchtturmprojekt" für die Stadt